Neues bezüglich des "Masterplans für den Neusiedlersee" Seitens des Landes

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  • Im Kulturzentrum Eisenstadt wurden nicht nur die bisherigen Fortschritte bezüglich des Masterplans, sondern auch die Ergebnisse der Haushaltsbefragung präsentiert. Nachfolgende Diskussionsrunden boten die Möglichkeit, sich bei den weiteren Schritten einzubringen, sowie Ideen, Anmerkungen und Kommentare zu deponieren. Der Plan wird vom Land in Zusammenarbeit mit mecca consulting ausgearbeitet und soll auch auf Bürgerbeteiligung und Einbeziehung von NGOs setzen. Die zur Diskussion gestellten Ansätze wurden in drei Bereiche gegliedert und umfassten unter anderem:

    Rund um den See: Die Region soll auch in Zukunft noch eine beliebte Wohn- und Tourismusregion bleiben.
    • Ausweisung von Siedlungsgrenzen, Grünzonen und erhaltenswerten Landschaftsteilen
    • Ausschlusskriterien und Einzelfallbewertungen, z.B. Lage zu einem Schutzgebiet, Sichtbarkeit von Welterbe Aussichtspunkten, Größe des Projektes
    • Vorgaben zu Bebauungsdichten, Aggregation von Baukörpern, Höhe, Schutzmaßnahmen
    • Wasserwirtschaftliches Gesamtkonzept
    Direkt am See: Die Seebäder und Häfen sind behutsam und vorausblickend weiterzuentwickeln
    • Sicherstellen der öffentlichen, bzw. touristischen Nutzung seenaher Lagen
    • Bedingungen für Ausweisung zusätzlichen Baulandes in Seenähe
    • Kriterien für die Entwicklung der Seebäder und Häfen
    • Widmungskonforme Nutzung wieder herstellen
    Im See: Die Region soll Vorreiter für Innovation und Nachhaltigkeit in der Schifffahrt werden.
    • Limitierung erlaubter Leistung von E-Booten
    • Festlegung von maximalem Tiefgang und Größe von Booten
    • Einschränkung der Übernachtungserlaubnis auf Segelbooten
    • Ganzjähriges Verbot von Haus-/Wohnbooten, Spaßbooten und Sondersportanlagen


    Bei den der Präsentation folgenden Diskussionsrunden wurden Seitens der Besucher unter anderem die Folgenden Punkte angemerkt:
    • Eine Zusammenarbeit mit den ungarischen Instanzen wäre anzustreben.
    • Vollständige Elektrifizierung des Schiffsverkehrs erfuhr teils Kritik, da ihre Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit in Frage stand, wurde von anderen aber wiederum begrüßt.
    • Die Limitierungen bezüglich der Leistung erlaubter Motoren sollte sich auf Segelschiffen an den Leistungen der zum Schiffstyp zugelassenen Verbrennungsmotoren orientieren, insbesondere Segler auch bei harscheren Bedingungen unter Motorleistung noch fähig sein müssen, in den Hafen einzulaufen. Bezüglich der Limitierungen herrschten jedoch allgemein gröbere Uneinigkeiten.
    • Überregulierung wird befürchtet: Viele der angedachten Verordnungen und Regelungen seien bereits in verschiedenster Form vorhanden, würden aber weder kontrolliert, noch exekutiert.
    • Das Wasserwirtschaftliche Grundkonzept müsse mehr Augenmerkt auf die Klimaerwärmung legen, da Austrocknung und Verlandung des Sees voranzuschreiten droht. Auch auf den Schilfgürtel sei hierbei mehr Augenmerk zu legen.
    • Für die verkehrstechnische Infrastruktur müsse ein Gesamtkonzept entwickelt werden.
    • Eine Strategie für die Entwicklung lokaler Betriebe würde benötigt, auch ist unklar, wie mit bereits begonnen Projekten zu verfahren ist, die möglicherweise dem Masterplan nicht genügen: Soll diesen potentiell zukünftige weiter-Entwicklung gestattet sein oder nicht? Wie ist bestehenden Betrieben umzugehen, die dem Masterplan nicht genügen?
    • Vermehrter Einbezug von Experten sei nötig.
    Weitere Informationen: burgenland.at/politik/landesre…nliegen-der-bevoelkerung/

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