Kommentar zur Haushaltsbefragung bezüglich des "Masterplanes für den Neusiedlersee": Konzept-Ideen

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  • Die Haushaltsbefragung im Rahmen des "Masterplanes für den Neusiedlersee" von Seiten des Landes nahm ihren Anfang. Sie kann online verfügbar ausgefüllt werden und stellt auch Platz für eigene Vorschläge bereit. Wir wollen daher unsere Position klar stellen und einige Ansätze liefern:

    Mit der Seeregion ist uns eine für die Sportler und Naturgenießer prädestinierte Region gegeben. Die touristische Nutzung geht jedoch mit hoher Belastung unseres Verkehrsnetzes einher und beeinträchtigt die Lebensqualität der Anrainer. Bevor irgendeine Entwicklung angedacht werden kann, muss eine Entlastung des Netzes angestrebt werden. Hierzu halten wir den Ausbau des öffentlichen Verkehrs für sinnvoll. Die Fragestellung ist: Wie bringt man die Seebesucher mitsamt Ausrüstung (Sportausrüstung, Fotoausrüstung, Badezeug) möglichst Ressourcen-schonend bis an die Seebäder.

    Inwieweit die Region Neusiedlersee überhaupt einer verstärkten touristischen Nutzung aussetzbar ist, scheint fraglich, handelt es sich doch um ein empfindliches Ökosystem. Ein vor längerer Zeit kurzweilig ausgesprochenes, lokales Badeverbot in Weiden aufgrund bakterieller Belastung ist uns hier eine Mahnung zur Vorsicht: Oberstes Gebot muss der Erhalt des Naturraumes sein.

    Nur solche Entwicklungen dürfen angedacht werden, die mit diesem Gebot absolut kompatibel sind, von einer Verbauung des Ufers ist prinzipiell abzusehen. Wir wollen einige Möglichkeiten auflisten:
    • Hotels am Ufer bringen den Lärm und Trubel in die Natur und das Leben weg vom Stadtzentrum. Fördert man stattdessen die bestehenden Unterkünfte, wird dem Aussterben der Stadtzentren entgegengewirkt und der Naturraum keinen unnötigen Belastungen ausgesetzt.
    • Durch das Schaffen von Anlege- und Landeplätzen für Segler, Kite- und Windsurfer, sowie Ruderer und SUPs an den bereits am Ufer befindlichen Lokalen und die Besuchbarkeit dieser in Sportgewand, würden Kulinarik und Wassersport zusammenfinden und es wäre ein beidseitiger Gewinn möglich. Dazu sind keine großen Immobilienprojekte von Nöten, schon mit geringen Eingriffen in die bestehende Infrastruktur kann viel erreicht werden.
    • Die Schönheit des Schilfsgürtels haben nur wenige schon aus der Nähe bewundern können. Anstatt sie mit Appartements und Villen zu gefährden, könnten geführte SUP Ausflüge ins Schilfinnere angeboten werden. Dies wären in stark begrenztem Ausmaß an einigen lokalen Stellen keine derartige Beeinträchtigung des Ökosystems. Nicht für Seevillen soll der Besucher sein Geld lassen, sondern es in Erfahrungen investieren.

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